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Zusammenfassung der Stralsunder Bürgerschaftssitzung - 21. Oktober 2021

Im Bericht des Oberbürgermeisters informiert Dr. Alexander Badrow zu Anfang der Sitzung über einen Hackerangriff auf einen IT Dienstleister der Stadtverwaltung. Bei dem in Schwerin ansässigen Unternehmen wird das sogenannte Open Rathaus betrieben, welches aufgrund des Angriffs vorübergehend abgeschaltet wurden. Betroffen davon waren das Standesamt, die Wohngeldstelle und das Meldewesen. Inzwischen sind alle Dienstleistungen wieder ohne Einschränkung nutzbar.

In einer Anfrage hat das SPD Bürgerschafts-Mitglied Mathias Miseler den Sinn und Zweck der Elektro-Roller im Stralsunder Stadtgebiet hinterfragt. Die Stadtverwaltung informierte daraufhin das es sich um einen ein-jährigen Testbetrieb mit dem Betreiber handelt in welchem man die neue trendige Fortbewegungs-Möglichkeit ausprobiert und Erfahrungen damit sammeln möchte. Das CDU Bürgerschafts-Mitglied Daniel Ruddies regte hierzu in einer Vorlage an, dass man mit dem Betreiber ein Abstellkonzept erarbeitet wird, damit die E-Roller nicht überall herumliegen und auch nicht in Parks oder Wasserflächen landen.

Die Antwort auf eine weitere Anfrage der SPD offenbarte das im Stadtarchiv gelagerte Urkunden, Fotos, Postkarten und Autographen fast vollständig digitalisiert sind, andere Bereiche wie Zeitungen bis zu etwa 15%. Die Digitalisierung nehme weiter zu, sei aber an die Kapazitäten der Universität Greifswald gebunden, mit denen man eng zusammen arbeitet.

Aus dem Fördertopf zur Re-Vitalisierung der Innenstädte hat die Abteilung für Stadtmarketing und Wirtschaftsförderung Gelder beantragt. Das berichtet der Leiter Peter Fürst, auf eine Anfrage aus der Bürgerschaft. Die Mittel können unter anderem für den Posten eines Citymanagers genutzt werden. Die Schaffung einer solchen Position war schon länger der Wunsch der Bürgerschaft, aber erst durch den Fördertopf der Landesregierung ist man nun in der Lage das auch umzusetzen.

Aufgrund von Küstenabbrüchen auf der Insel Rügen gibt es zur Sicherung des Ostseeküsten Radweges einen Flächentausch mit der Gemeinde Altefähr. Auf dem Teilstück von Altefähr nach Rambin wird die Fahrradstrecke nun weiter landeinwärts verlegt.

Eine Anfrage des Grünen Bürgerschaftsmitgliedes Petra Voß zum Planungsstand des Quartiers 65 auf der Hafeninsel, beantwortete die Stadtverwaltung mit der Erkenntnis dass die ursprüngliche Planung durch eine städtische Gesellschaft sich als nicht realisierbar erwiesen hat. Deshalb wird die Fläche neu ausgeschrieben und ein entsprechender Vorhabenträger, Betreiber und Investor gesucht.

Jürgen Suhr von Bündnis 90 die Grünen erkundigte sich zudem nach dem Planungsstand zur ehemaligen Schwesternschule und dem angeschlossenen Wohnheim. Die Schwesternschule steht unter Denkmalschutz und eignet sich aufgrund geringer Deckenhöhe nicht für die weitere Nutzung durch die Stadt und soll daher verkauft werden. Das Wohnheim ist aufgrund von Wasserschäden in einem so schlechtem Zustand das sich eigentlich nur ein Abriss und eine Neubebauung als sinnvoll erachtet. Dieser Teil der Anlage soll zur Weiterentwicklung an die Stralsunder Wohnungsbau Gesellschaft verkauft werden.

Presseberichte zu einem neuen Standort für das Bauvorhaben von Möbelgigant XXXLutz führten zur Anfrage des Grünen Bürgerschaftsmitgliedes Dr. Arnold von Bosse. Dr. Raith vom Bauamt erläuterte in seiner Antwort das eine genauere Betrachtung gezeigt hat, das eine Ansiedelung an der Feldstraße, hinter der Paschenberg Brücke eine bessere verkehrliche Anbindung ermöglicht und zudem eine Erschließung des dahinter befindlichen Lokschuppen Areals ermöglicht.

Im weiteren Verlauf der Sitzung wurden eine Reihe von Prüfaufträgen gestellt mit denen sich die Stadtverwaltung in den nächsten Wochen beschäftigen und deren Ergebnisse vorstellen wird. Lediglich der SPD Antrag zur Einführung einer Neugeborenen Prämie wurde mit dem Verweis auf ein entsprechendes Angebotes bei der SWS abgelehnt.

Unter dem Tagesordnungspunkt Verschiedenes drückte der Oberbürgermeister seine Verärgerung über einen Pressebericht zum Thema Ausbau in Andershof aus. Dort wurde fälschlicher Weise von einem Windkraft Park geschrieben, während es sich nur um 3 Anlagen in der Nähe des Parkplatzes Rügenblick am Autobahnzubringer handelt.

Die Oktober Sitzung der Stralsunder Bürgerschaft war mit etwas über 2 Stunden vergleichsweise kurz. Der vollständige Mittschnitt ist in unserer Mediathek oder unserem YouTub Kanal jederzeit abrufbar.